Der Schrei
vom Salmutan

Ich könnte laut Schreien
aber ich wage es nicht,
da meine Mitmenschen es nicht verstehen würden.
So schreie ich nur stumm in mich hinein
in der Hoffnung das mich doch jemand versteht.

Ich könnte laut schreien.
Meinen Schmerz den ich in mir fühle
in die Welt hinausschreien.
Aber ich habe angst davor.
Angst vor meiner Umwelt die meinen
Schrei nicht verstehen würde.
So schrei ich stumm in mich hinein
in der Hoffnung das mich doch jemand hört.

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Walpurgisnacht
von Salmutan

Heut Nacht ist die Nacht wo wir uns zeigen,
denn heut ist die Nacht wo wir tanzen im Reigen.
Heut Nacht ist die Nacht wo wir singen,
denn heut werd ich Deine Seele zum glühen bringen.
Weil es ist Walpurgisnacht.
Heut Nacht ist die Nacht wo wir uns laben,
denn heut ist die Nacht wo wir volle Gläser haben.
Heut Nacht ist die Nacht wo wir uns vieles sagen,
denn heut werde ich einiges bei Dir wagen.
Weil es ist Walpurgisnacht

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Der Spaziergang

Wir gingen zusammen auf engen Wegen zwischen kleinen grünen und mehr oder weniger bunten Parzellen.
Wir bewunderten die kleinen Kunstwerke am Wegesrand. Manchmal mußte man schon ein
wenig genauer hinschauen um die mehr oder minder stark verwitterten Kunstwerke in der
hereinbrechenden Dämerung zu erkennen. Zualledem mußten wir noch aufpassen wohin wir
unsere Schritte lenkten um nicht, in dem aufkommenden Nebel, vom Weg abzukommen.
Nach und nach hörten die Vögel auf zu singen. Aber anstelle des Vogelgesanges traten
andere Geräusche, wir hörten den Wind wie er durch die Blätter der Bäume und Büsche rauschte.
Ab und zu raschelte es in den Büschen als ob sich dort neues Leben für die Nacht bereit machte.
In der Ferne hörte wir eine Eule oder so etwas Dergleichen rufen.

Es wurde immer dunkler und durch den Nebel wurden diese Geräusche noch verstärkt. Man hörte
aber auch ein kratzendes schabendes Geräusch aus dem Untergrund als ob etwas versucht an die
Oberfläche zu gelangen. Wir änderten mehrmals unsere Richtung aber egal wohin wir auch gingen
diese Geräusche blieben und wurden sogar lauter. Wir sahen wie sich der Boden auf den kleinen
Parzellen langsam hob und senkte. Und plötzlich ohne vorwarnung durchbrachen verdorrte Arme die
Oberfläche der Gräber auf dem Friedhof wo wir spazieren gingen. Wir fingen an zu laufen und sahen
aus den Augenwinkeln wie sich die verwesten Körper immer weiter aus den Gräbern erhebten und
anfingen nach uns zu greifen. Wir fingen an laufen aber wir bemerkten schnell, das uns die
Gestalten aus den Gräbern verfolgten. Und so schnell wir auch liefen wir schaften es nicht
ihnen zu entkommen, im gegenteil der Abstand zwischen ihnen und uns wurde immer kleiner.
Wir hatten schon fast jede hoffung aufgegeben aber kurz bevor sie uns erreichten schafften
wir es durch das Tor des Friedhofs zu schlüpfen. Als wir noch ein kleines Stück gelaufen waren
bemerkten wir zu unserer erleichterung das die Gestalten nicht durch das Friedhofstor kommen
konnten. Es war so als ob sie eine unsichtbare Mauer daran hinderte hindurchzugehen, zu unserem Glück.

07.11.01 Def